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Monatsarchiv für Juni 2010

Samstag, den 26. Juni 2010

Neue Fotogalerie von Farin

Farin war offenbar mal wieder im “Urlaub” und zwar in Syrien und im Libanon.

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Seine Eindrücke von seinem liebsten Hobby dem verreisen hat er fotografisch festgehalten und auf seine Seite KUROBOSHI.DE online gestellt.
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Link: ” xhref=”http://kuroboshi.de/galerie/libanonsyrien “>http://kuroboshi.de/galerie/libanonsyrien

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[Newshinweis: DÄOF]

Samstag, den 26. Juni 2010

Neuer FURT Gästebucheintrag Teil 4

NEUNUNDDREISSIG HALBWAHRHEITEN ÜBER WALTER WECZERKA
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- ein Fortsetzungsroman in einigen Teilen.
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VI
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Im Leben jedes Mannes gibt es einen Moment, in dem er die Kindheit hinter sich lässt und sich entscheiden muss, welchen Weg er nun einschlagen will: den harten, steinigen Pfad der Entsagung oder den leichten, abschüssigen Weg der Ausschweifung? Hier warten Tränen, Schweiss und Blut; dort locken Kitzel, Vergnügung und leicht verdiente Lorbeeren.
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Man muss schon ein ziemlicher Trottel sein, um sich für Ersteres zu entscheiden.
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VII
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Siebenundzwanzigstens:
Womit Walter Weczerka seinen ausschweifenden Lebenswandel finanziert, ist völlig unklar. Einer geregelten Arbeit scheint er nicht nachzugehen - wenn man von gelegentlichen Auftritten als Küster zu Barsinghausen absieht; einer Tätigkeit im Übrigen, die ihm ob seines Buckels den Spitznamen “der Glöckner von St. Barbara” eintrug. Ob Herr Weczerka, wie R. vermutet, als Heiratsschwindler oder Urkundenfälscher sein Geld verdient, konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
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Achtundzwanzigstens:
Walter Weczerka ist farbenblind.
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Neunundzwanzigstens:
In seiner Freizeit schreibt Walter Weczerka kleine Gedichte, die er dann verlegt. Seine Putzfrau ist schon stinksauer!
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Dreissigstens:
Wenn Herr Weczerka nicht gerade volltrunken in irgendeiner Ecke liegt und seinen Rausch ausschläft, rasiert er gerne stundenlang sein fliehendes Kinn. Das sind eigentlich seine zwei Lieblingsbeschäftigungen: Saufen und Rasieren. Wenns nach Walter Weczerka ginge, bräuchte man im Leben überhaupt nichts anderes zu tun; am liebsten gleichzeitig. Der spinnt doch.
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Einunddreissigstens:
Die meiste Zeit seines Tages verbringt Walter Weczerka im Automobil auf dem Weg zur Arbeit und anschliessend nach Hause ; schliesslich lebt er in Konstanz, arbeitet jedoch in Gera. Auf vorsichtige Fragen seiner Vorgesetzten, ob es nicht sinnvoller wäre, den Wohnort ein wenig näher an den Arbeitsplatz zu verlegen, reagiert er mit Unverständnis; auch sonst stellt er sich taub, sobald das Thema auf die unsinnige Entfernung zwischen diesen zwei Lebenspolen kommt. Auf der Autobahn hört er klassische Musik und schläft regelmäßig am Steuer ein.
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Zweiunddreissigstens:
Manchmal hat Walter Weczerka so ein Summen in den Ohren. Das macht ihn ganz nervös, aber er kann nichts dagegen tun. Irgendwann geht es dann wieder weg.
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Dreiunddreissigstens:
Das Schlimmste an Walter Weczerka ist seine schlampige Kleidung; ja, man kann nicht einmal wirklich von Kleidung sprechen bei den zerfetzten Lumpen, in die er sich hüllt. Seine Füße stecken oft in schlichten Plastiktüten, und auf dem Lockenkopf sitzt wie zum Hohn ein alter Chapeau-Claque. Herr Weczerkas Verkleidung ist umso trauriger, wenn man bedenkt, daß sich darunter ein wahrer Adoniskörper verbirgt; noch im Jahre 2004 wurde Walter Weczerka immerhin Zweiter beim Wettbewerb zum Mister Universum von Suhl.
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Vierunddreissigstens:
Als Marathonläufer und Völkerballspieler hat Walter Weczerka es schon recht weit gebracht, aber erst sein sensationeller Olympiasieg im Stabhochsprung hat ihn, den ewigen Aussenseiter, einer begeisterten Weltöffentlichkeit vorgestellt.
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Fünfunddreissigstens:
Wenn Herr Walter Weczerka sich vor einen Spiegel stellt, ist darin kein Spiegelbild erkennbar. Das liegt aber nur daran, daß er immer ganz ganz dicht davor steht, der Schwachkopf.
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Sechsunddreissigstens:
Walter Weczerka kommt ständig und überall zu spät. Verabredet man sich um vier mit ihm, kommt er um halb acht; will man ihn an einem Freitag treffen, erscheint er am darauffolgenden Dienstag. Einmal - in Ludwigshafen - verspätete Herr Weczerka sich um einen vollen Monat! Er weigert sich dennoch standhaft, eine Uhr zu tragen: brauch ich nicht, sagt er.
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Siebenunddreissigstens:
Auf seinem täglichen Spaziergang von Höxter nach Detmold traf Walter Weczerka einst ein junges Mädchen, was auf dem Bürgersteig saß und bitterlich weinte. Er ging dann so um sie rum.
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Achtunddreissigstens:
Genau elfmal besuchte Walter Weczerka den Angelverein von Zörbig, dann hatte er keine Lust mehr; und die Fische taten ihm auch leid.
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Neununddreissigstens:
Walter Weczerka ist ein mutiger Mann. Er fürchtet weder Gewitter noch wilde Tiere; er ist schwindelfrei und geht selbst in finstersten Neumondnächten noch allein im Wald spazieren. Zahnarztbesuche, Geisterbahnen und Wirtshausschlägereien schrecken ihn nicht, Untote ebensowenig. Der Einzige, vor dem Walter Weczerka wahrhaftig Angst hat, ist der gefährlichste Mensch der Welt: Dieter Wermel.
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VIII
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Zusammenfassend kann angemerkt werden, daß Walter Weczerka zwar offensichtlich Schuld ist - die eingangs bereits erwähnte verschobene Aufführung der Jupiter - Symphonie in Kerpen besipielsweise geht mit Sicherheit auf sein Konto - die generelle Schurkigkeit jedoch, die ihm so oft unterstellt wird, läßt sich letztlich nicht schlüssig beweisen. Was das Rätsel um die verschwundenen Schafe von Schwielow angeht oder die Angelegenheit mit den fünf Schnüren, die zu grünen Türen führen, so verlieren sich die Ursprünge dieser Geschichten im Dunkel der allgemeinen Erinnerung, sind zu selbstperpetuierenden Alltagsmythen geworden.
- Und wir, wir müssen weiterleben im Schatten des Mythos von Walter Weczerka.
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Nachwort
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Die volle Wahrheit über Walter Weczerka niederzuschreiben scheint mir nun, nachdem ich es versucht habe, ebenso unmöglich wie eine Landkarte zu malen, die das gesamte Königreich abbildet (”The map is not the territory”, A. Korzybski). Herr Weczerka entzieht sich auf unerklärliche Weise jeder detaillierten Beschreibung; scheinbar solide Fakten lösen sich bei näherer Betrachtung in Nichts auf, schlüssige Annahmen verkehren sich in ihr Gegenteil. Ich habe dennoch unter diesen schwierigen Umständen mein Bestes gegeben.
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Vielleicht war das Unternehmen von vornherein zum Scheitern verurteilt, vielleicht muss ein Anderer, Besserer kommen und das Bild, was wir von Walter Weczerka haben, korrigieren und komplettieren. In der Zwischenzeit scheint es mir dringender geboten, sich mit dem gefährlichsten Menschen der Welt auseinanderzusetzen: Dieter Wermel.
26.06.2010, 17:13 | fu(nde gut, alles gut…?)

Samstag, den 26. Juni 2010

Neuer FURT Gästebucheintrag Teil 3

NEUNUNDDREISSIG HALBWAHRHEITEN ÜBER WALTER WECZERKA
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- ein Fortsetzungsroman in einigen Teilen.
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Dritter Teil (Zwischenspiel)
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V
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Der Raum war dunkel, sehr dunkel sogar. Vor den Fenstern, deren Läden geschlossen waren, hingen schwere Samtvorhänge, um auch noch den letzten Rest des Tages auszusperren; einzig durch den schmalen Spalt unter der geschlossenen Türe drang ein matter Lichtstreifen. Ich schloss die Augen, um mich zu konzentrieren.
Das einzige Geräusch, was ich ausmachen konnte, klang wie schwaches und unrhythmisches Atmen. Es schien irgendwo aus der Finsternis zu kommen. Ich merkte, wie ich schwankte, und öffnete die Augen wieder. (Woher kommt das Atmen? fragte mein Unterbewußtsein. Ich verdrängte die Frage; ich wußte ja, daß ich allein war.)
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Wie jedesmal, wenn ich auf meiner Suche durch fremde Häuser schlich, überkam mich eine nicht zu leugnende Nervosität. Mein Mund war trocken, die Hände feucht; und schwindelig war mir auch. Die schlechte Luft! redete ich mir ein - insgeheim wußte ich es besser. (Das Atmen das Atmen sei vorsichtig)
Wie mechanisch begann ich, die Patronenhülsen in meiner Jackentasche zu zählen; das gab ein beruhigendes Gefühl.
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Nach einer Ewigkeit, die mir wie zwei Ewigkeiten vorkam, hatte ich mich einigermassen an die Dunkelheit gewöhnt und konnte nun immerhin ein paar Umrisse erkennen: zu meiner Rechten, dicht am Fenster, stand ein riesiger Tisch, auf dem ein paar Revolver, eine Handvoll Degen und ein riesiges Beil mehr zu erahnen als zu erkennen waren. (DAS ATMEN DAS ATMEN WAS ATMET DA DU BIST ES NICHT) - Ein umgefallener Stuhl lag direkt neben mir, fast wäre ich mit dem rechten Fuß auf die Lehne gestiegen. Glück gehabt, dachte ich. Und: Sieht aus wie die Spuren eines Kampfes!
Doch dann schaute ich nach links, und mir blieb fast das Herz stehen: ich erkannte ihn sofort.
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Dort, auf dem Bett, unter einem Wust von Brokatdecken, Kissen, Laken, Polstern, Kleidungsstücken und Tüchern, lag Dieter Wermel.
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(Fortsetzung folgt)
25.06.2010, 18:08 | fu(rchteinflößend)

Freitag, den 25. Juni 2010

Neuer FURT Gästebucheintrag Teil 2

NEUNUNDDREISSIG HALBWAHRHEITEN ÜBER WALTER WECZERKA
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- ein Fortsetzungsroman in einigen Teilen.
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Zweiter Teil
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III
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Oft sind es nur Kleinigkeiten - ein verwegener Blick, eine ungestüme Geste, ein zu schnell aus dem Gesicht gleitendes Lächeln - die dem geübten Beobachter verraten, daß man es mit einer widerspenstigen Person zu tun hat. Weitere Indizien sind die Möblierung der Privatgemächer, die Kleidung beim Kirchgang und der Umgang mit Kindern.
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Zumindest bezüglich der letztgenannten Themen sind Walter Weczerka keine Vorwürfe zu machen. Sein Sonntagsstaat ist größtenteils tadellos und dem Wetter jederzeit angemessen; nie sieht man ihn barfüssig durch den Schnee gehen, nie schwitzt er unter dicken polnischen Strickjacken im Hochsommer. Seine Geduld mit Kindern macht ihn bei Müttern beliebt - und durchaus auch bei den Kleinen selber. (Höchste Vorsicht ist jedoch geboten, denn immerhin ist Herr Weczerka wahrscheinlich ein Schurke und Tunichtgut.)
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Was die Einrichtung seiner Wohnung angeht, liegen widersprüchliche Meldungen vor: die Einen behaupten, es handele sich um stilvolle, solide Holzmöbel; andere sprechen einigermassen angeekelt von einem geschmacklosen Durcheinander; Dritte sind sich nicht einmal sicher, ob Walter Weczerka überhaupt eine feste Adresse und infolgedessen eine Einrichtung hat.
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IV
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Vierzehntens:
Walter Weczerka hat ein schreckliches Geheimnis. Er selbst spricht nie darüber, nicht einmal in Andeutungen; andere, die es wissen könnten, hüllen sich ebenfalls in Schweigen.
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Fünfzehntens:
Lachsnudeln sind Herrn Weczerka absolut zuwider. Der blosse Anblick von Fischen verursacht ihm Übelkeit - wahrscheinlich eine Folge seiner Kindheit auf dem Trawler der Grosseltern. Aus dieser Zeit stammt wohl auch jener schaukelnde Gang, der Walter Weczerka mit seiner rundlichen Figur einen Hauch von Lächerlichkeit verleiht. Berichte, nach denen er auf Seemannsart im Gesicht und auf der Glatze tätowiert sei, sind allerdings wenig glaubwürdig.
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Sechzehntens:
Walter Weczerka hatte unter Umständen ein Verhältnis mit Fräulein S. aus Gütersloh. Er soll diese Beziehung aber recht unromantisch per Postkarte aus La Paz beendet haben.
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Siebzehntens:
Der Unterkiefer von Herrn Weczerka ist sehr kräftig ausgebildet. Man könnte sagen, daß sein kantiges Kinn männlich sei; zumindest jedoch ist es auffallend. Walter Weczerka nennt es sogar gerne “mon menton anguleux”, der eitle Hund.
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Achzehntens:
Walter Weczerkas Lieblingswort ist “Fallingbostel”. Oft sitzt er stundenlang auf seinem Sessel am Kamin und spricht das Wort im Kreis, während er die Betonungen wechselt: “FallingBOSTelFalLINGbostelFALlingbostelFallingbos tEL…”. Er mag das Stossen der Zunge an die Vorderzähne beim weichen “ll”, gefolgt vom Spitzen der Lippen bei “bo”. Das blosse Aussprechen von “Fallingbostel” hat für Walter Weczerka eine beruhigende Wirkung - je öfter er das Wort einem Mantra gleich wiederholt, desto mehr verliert es an Bedeutung; bis es am Ende dem inhaltlosen Lallen eines Kleinkindes gleicht. In diesem nahezu transzendentalen Zustand geht Walter Weczerka dann regelmässig in den Stall und schubst einige Ziegen.
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Neunzehntens:
Als notorischer Schwarzfahrer kauft Walter Weczerka grundsätzlich keine Fahrscheine; aus Angst vor Verhaftungen geht er andererseits ohnehin zu Fuss.
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Zwanzigstens:
Walter Weczerka ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Lump! Er lässt nachts absichtlich das Licht brennen, schimpft untertags wie ein Rohrspatz und legt überhaupt das typisch unsympathische Verhalten eines verhätschelten Einzelkindes an den Tag. In Ibbenbüren hat Herr Weczerka sich unlängst sogar derart danebenbenommen, daß den Bewohnern dieses hübschen Städtchens bei dem Gedanken an den Vorfall heute noch der Kamm schwillt.
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Einundzwanzigstens:
Von hinten wirkt Walter Weczerka ganz anders als von der Seite oder von vorne aus gesehen.
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Zweiundzwanzigstens:
In Langwedel hatte Walter Weczerka mal so ein Gefühl, aber er war sich nicht sicher - es könnte durchaus sein, daß er sich getäuscht hatte; genau betrachtet war dies sogar wahrscheinlich, nein: es war bestimmt so! Er schüttelte den Kopf, ging weiter seines Weges und vergaß die Angelegenheit. - Als sie ihm aber ein paar Monate später plötzlich wieder einfiel, wurde er ein wenig traurig.
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Dreiundzwanzigstens:
Walter Weczerkas erste Reise führte ihn nach Duisburg. Dort stand er staunend vor dem Tausendfensterhaus, besuchte eine Messe in der Salvator- Kirche und ging abends ins Theater, wo er sich in der Pause angeregt mit den Herren A. und W. unterhielt; dabei trug Herr Weczerka einen Hut. Äußerst verdächtig, das Ganze.
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Vierundzwanzigstens:
Im Gegensatz zu dem, was in Iserlohn gemeinhin behauptet wird, ist die Trunksucht Walter Weczerkas nicht bewiesen.
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Fünfundzwanzigstens:
Wie die meisten vernünftigen Menschen trägt auch Herr Weczerka eine Armbanduhr. Er trägt sie am linken Handgelenk, und trotz ihrer Farbe - sie ist nämlich grün - zeigt sie ihm einigermassen zuverlässig die Zeit. So weiss Walter Weczerka nach einem kurzen Blick immer, wie spät es ist. Manchmal muss er den Hemdsärmel ein wenig nach oben schieben, aber er tut dies einigermassen unauffällig und immerhin nicht übertrieben häufig.
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Sechsundzwanzigstens:
Die Tatsache, daß er ein Holzbein trägt, hat Walter Weczerka nie sonderlich gestört; seine überaus langen Arme hingegen ärgern ihn sehr. Oft will er sich die langen Haare aus dem Gesicht wischen, doch die ungelenken Gliedmaßen versagen ihm den Dienst: die Hände schlackern irgendwo in der Nähe fremder Füsse umher, und die dürren Finger verhaken sich ständig in Gullideckeln und umstehenden Obstbäumen.
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(Fortsetzung folgt.)
24.06.2010, 20:22 | fu(rtsetzungsromane rulen!) (Die Sonne scheint, irgendwo da draussen)

Freitag, den 25. Juni 2010

Neuer FURT Gästebucheintrag Teil 1

Aus gegebenem Anlass:

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NEUNUNDDREISSIG HALBWAHRHEITEN ÜBER WALTER WECZERKA

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- ein Fortsetzungsroman in einigen Teilen.

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I

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Aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen - ich erinnere hier nur an die verschobene Aufführung der Jupiter - Symphonie in Kerpen, das Rätsel um die verschwundenen Schafe oder die Geschichte mit den fünf Schnüren, die zu grünen Türen führen - halte ich es für angebracht, der Allgemeinheit und den zuständigen Behörden weitreichende Informationen über Walter Weczerka zugänglich zu machen. Dies soll hiermit geschehen. -

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Im Übrigen kenne ich Herrn Walter Weczerka nicht persönlich, was für die hier vorgestellten Fakten aber keine weitere Rolle spielt; ich versichere, sie mit der mir eigenen Sorgfalt zusammengetragen zu haben.

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II

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Erstens:
Walter Weczerka ist eventuell ein Schuft.

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Zweitens:
Walter Weczerka wohnt wahrscheinlich in Schwerte, vielleicht aber auch in Witteln oder Dorsten. Augenzeugen wollen ihn zwar wiederholt in einem Tapetengeschäft in Koblenz gesehen haben; aber mir erscheinen Kunden eines Tapezierladens nicht eben vertrauenswürdig. Im Übrigen muss man die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß Herr Weczerka vielleicht absichtlich nach Koblenz fährt, um Verwirrung zu stiften und seine Spuren zu verwischen.

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Drittens:
In dem Kinofilm “Pulp Fiction” gibt es eine Stelle, an der Walter Weczerka immer lachen muss. Aber nur so.

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Viertens:
Im Februar des Jahres 1992 war Walter Weczerka offenbar nicht in La Paz; ja, es ist nicht auszuschliessen, dass er ÜBERHAUPT NOCH NIE in La Paz war. Da ich dieser Information einige Bedeutung beimesse, habe ich mich persönlich nach Bolivien begeben - jedoch war meine Reise eine rechte Enttäuschung. Die befragten Einheimischen konnten sich nicht erinnern, gaben verschwommene oder ausweichende Antworten und legten überhaupt ein recht unkooperatives Verhalten an den Tag. Immerhin nahm der diensthabende Beamte auf der örtlichen Polizeiwache das Passbild von Walter Weczerka entgegen und legte es in eine Schublade; sollte sich in dieser Sache also noch etwas ergeben, werde ich sicherlich direkt von der dortigen Verwaltung kontaktiert.

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Fünftens:
Herr P. berichtet ausführlich von der grossen Tierliebe Weczerkas; überdies habe er - Weczerka nämlich - keinesfalls in Rheda Katzen an die Wand genagelt. Auch beim grossen Pferdeanzünden in Suhl habe man ihn nicht gesehen; die Angaben zum Hamsterwerfen in Limburg sind allerdings widersprüchlich.

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Sechstens:
In einem Hürther Krawattengeschäft hängt ein Jugendfoto von Walter Weczerka. Der Besitzer ist sich nicht sicher, wie das Foto in seinen Laden kam; aber es zeigt unzweifelhaft Herrn Weczerka oder aber dessen Bruder.

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Siebtens:
Angeblich spricht Herr Weczerka kein Französisch. (Mir persönlich scheint dieser Fakt zweifelhaft, da der Mann seine Jugend in einem Kloster im Département Lozère im Languedoc-Roussilon zugebracht hat, allein: die Damen F. und B. bestehen darauf - nicht ein Wort!)

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Achtens:
Es wird behauptet, Herr Weczerka sei aussergewöhnlich stark oder verfüge jedenfalls über eine immense Körperkraft. Diese Kraft stünde in krassestem Missverhältnis zu seiner eher schmächtigen Figur, wird regelmässig erklärt; verschiedene Menschen waren “überrascht” oder gar “verblüfft” von Walter Weczerkas Muskeln - und übrigens auch von seiner Elastizität. In den erstaunlichsten Verrenkungen will man ihn gesehen haben; er mache “Handstand auf einem Daumen” und biege die Beine dabei um die Schultern. Naja.

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Neuntens:
Erstaunlicherweise flucht er - also Walter Weczerka - sehr einfallslos; er verfügt überhaupt nur über zwei Flüche, die er gegebenenfalls ausstösst: “Ja verdammich!” ist der eine, und dann gibt es noch einen anderen.

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Zehntens:
In Marl stieg Walter Weczerka in einen Bus und fuhr bis zur Endstation. Immerhin hatte er eine Fahrkarte gelöst, sonst hätte die Sache ins Auge gehen können.

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Elftens:
Walter Weczerka hat oft einen rechten Heisshunger auf Lachsnudeln.

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Zwölftens:
Zwischen Detmold und Höxter geht Walter Weczerka nur äusserst selten spazieren; Gründe hierfür gibt er nicht an.

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Dreizehntens:
Während seiner Studienzeit gab es plötzlich das Gerücht, daß Walter Weczerka Sonntags braune Lederschuhe trüge. Das war ihm einigermassen peinlich; er hat dann das Studienfach gewechselt und sich in den Semesterferien regelmässig verleugnen lassen. Man hat die Schuhe Jahre später in einer Gaststätte im Naturpark Solling - Vogler entdeckt; inzwischen war aber Gras über die Sache gewachsen und es interessierte sich kaum noch jemand dafür. Selbst in der Lokalzeitung erschien seinerzeit nur ein kurzer Bericht unter der Rubrik “Vermischtes”, und in der “Tagesschau” tauchte das Thema überhaupt nicht auf.

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(Fortsetzung folgt.)
23.06.2010, 22:51 | fu(rrückt!) (Seltsam, aber so steht es geschrieben…)

Freitag, den 25. Juni 2010


Freitag, den 25. Juni 2010


Mittwoch, den 16. Juni 2010

Bela B.: Spielplan für Aachen und Karlsruhe

Bela B y los Helmstedt werden am 17.07.2010 im Rahmen der Städteregion Aachen um 21.00 Uhr, sowie am 24.07.2010 in Karlsruhe um 19.00 Uhr auftreten !

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Beim Konzert in Aachen werden noch Tickets an der Abendkasse erhältlich seien.

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[Newshinweis: DÄOF]

Sonntag, den 13. Juni 2010

Bela B.: Konzert in Aachen findet am Flughafen Merzbrück statt

Im offiziellen Flyer zum “Kulturfestival 2010 der StädteRegion Aachen” ist zu lesen, das BELA B. Y LOS HELMSTEDT am 17.07.2010 ab 21:00 Uhr am Flughafen Merzbrück in WÜRSELEN spielen werden.
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Das Konzert ist eigentlich kostenlos, aber man muss sich laut dieser Meldung des Aachener Stadtmagazins KLENKES trotzdem vorher um Karten kümmern:

  • “Für den Zutritt auf das Konzertgelände ist der Erwerb einer Eintrittskarte für 1,50 Euro (Verwaltungsgebühr) notwendig – es gibt keine Abendkasse! Ab heute sind die Karten bei Klenkes Ticket im Kapuziner Karree sowie in der StädteRegion Aachen erhältlich!”

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Auf der Veranstaltung, die bereits um 15 Uhr beginnt, werden übrigens auch PETER SONNTAG & FINAL VIRUS zu bestaunen sein (Peter Sonntag war 1992 Bassist von DEPP JONES).

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[Newshinweis: pogophil.de]

Mittwoch, den 9. Juni 2010

Bela B Konzert in Innsbruck kurzfristig verlegt

Achtung: Das Konzert von Bela B. y Los Helmstedt am  kommenden Donnerstag, 10.06.2010 in Innsbruck wurde kurzfristig aus dem Max ins “Weekender” verlegt. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit!

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Einlass ist 19 Uhr.

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WEEKENDER CLUB
Tschamlerstraße 3
A - 6020 Innsbruck

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Link: http://www.weekenderclub.net/

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[Newshinweis: DÄOF]

Samstag, den 5. Juni 2010

Bela B: Liebe und Benzin doch keine Single

Wie es aus sieht wird “Liebe und Benzin” doch
nicht, wie von Management und Bela B selbst zunächst angedacht und
angekündigt, als 2. Single Auskopplung des Albums “CodeB” erscheinen.
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[Newshinweis: DÄOF]

Donnerstag, den 3. Juni 2010

Neuer VÖ-Termin für “Zu heiß”

Die Veröffentlichung der neuen FURT-Single “Zu heiß” verschiebt sich um eine Woche nach hinten, das Werk erscheint folglich erst am 18. Juni. Grund für die Terminverschiebung ist laut farin-urlaub.de das “anhaltend schlechte Wetter”…

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[Newshinweis: DÄOF]

Donnerstag, den 3. Juni 2010

Belas Konzert in München ist abgesagt worden

ACHTUNG ! Das Konzert am 31.07.2010 in München ist aufgrund aufgetretener Probleme mit dem Veranstalter (Nicht mit der Halle!) ersatzlos gestrichen. Karten können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

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Quelle: http://www.bela-b.de/content/aktuelles

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[Newshinweis: Mel]